Hochzeitsplanung – ein ehemaliges Brautpaar erzählt

Die Hochzeitsplanung ist für viele Brautpaare teils eine wahre Herausforderung. Schließlich macht man sowas nicht alle Tage.
Am 22. Juli 2016 feierten Kristina & Raphael ihr wundervolles Hochzeitsfest im Gasthaus Schupfen in Diessenhofen in der Schweiz (Blogbeitrag dazu hier). Eine traumhafte Location, direkt am schönen Rhein gelegen. Ein Jahr nach ihrer Hochzeit habe ich die Beiden gebeten, für zukünftige Brautpaare über ihre Erfahrungen zu berichten. Hier könnt ihr nun lesen, wie die Beiden ihre Hochzeit geplant und erlebt haben:

Liebe Kristina & lieber Raphael, seit eurer Hochzeit ist nun ein Jahr vergangen und ihr könnt mit etwas Abstand auf die spannende und schöne Vorbereitungszeit zurückblicken…

Wie viel Zeit hattet ihr für eure Hochzeitsplanung? War sie ausreichend, oder hättet ihr gerne mehr Zeit gehabt?
Wir haben ca. 14 Monate vorher mit der Planung angefangen und es ist für uns zeitlich sehr gut aufgegangen. Wir hatten allerdings bei einigen Dingen auch Glück, waren aber bei einigen Punkten auch flexibel (z.B. Wochentag der Trauung).

Ihr habt euch für euer großes Fest für einen Freitag entschieden – warum genau dieser Tag?
Für das genaue Datum gab es keinen besonderen Grund. Der Freitag war immer schon gut für uns, da uns bewusst war, dass einiges einfacher zu organisieren ist und viele unserer Gäste Künstler waren und sich Freitage gut einrichten können. Es waren dann nur noch vier Freitage in unserer Traumlocation Gasthaus zum Schupfen, Diessenhofen frei, also haben wir einen im Sommer ausgewählt.

Wo habt ihr euch Inspirationen für eure Hochzeit geholt?
Vor allem durch Recherchen im Internet. Pinterest und diverse Blogs haben uns da sehr geholfen und inspiriert und wir haben viel Zeit damit verbracht. Natürlich haben wir auch versucht das Fest so zu gestalten, dass es zu uns passt.

Thema Gäste – wen lade ich ein und wen nicht… Wie seid ihr damit umgegangen?
Wir sind davon ausgegangen, dass wir das Fest für uns machen und nur die Menschen einladen die uns nahe stehen und bei denen es uns wichtig war, dass sie dabei sind. So hatten wir auch nur eine Gesellschaft, die von Anfang bis Ende dabei war.

Wie seid ihr auf eure Feierlocation gekommen und was war euch hierbei wichtig?
Durch intensive und zeitaufwändige Recherche im Internet. Wir haben insgesamt nur zwei Locations besichtigt. Ein kleines Schloss mit grossem Schlossgarten im Berner Oberland und das Gasthaus zum Schupfen in Diessenhofen bei Schaffhausen. Wir wollten nach Möglichkeit draussen feiern (Zeremonie plus Fest) und die Schlecht-Wetter-Variante sollte uns ebenfalls sehr gefallen und gemütlich sein. Im Schupfen war das beides möglich. Eigentlich wollte vor allem Kristina kein Buffet als Dinner, da aber so vieles für diese Location sprach und das Essen einfach vorzüglich war, konnten wir uns auch damit anfreunden. Dass die Gastgeber unkompliziert, freundlich und kompetent sind, war uns ebenso wichtig, und das Team im Gasthaus hat grosse Erfahrung mit dem Ausrichten von Hochzeitsfesten.

Wo oder wie habt ihr eure Hochzeitsdienstleister gefunden und welche Kriterien waren euch dabei wichtig?
Unterschiedlich: Teils durch Internetrecherche (Fotografin, Location, Traurednerin, Band am Abend, Transfer), teils durch Empfehlungen (Geigerin an Trauung, Anzug Raphael, Kleid Kristina, Stylistin) und durch persönliche Kontakte (Blumeneinkauf, Band beim Apero) oder durch Zufälle (Ringe).
Grundsätzlich sollte es ganz einfach zu uns und unserer Idealvorstellung von der Hochzeit passen. Natürlich waren auch die Kosten ein Thema.

Warum habt ihr euch für eine freie Trauung entschieden und wie haben eure Familien darauf reagiert?
Wir waren grundsätzlich offen für diverse Arten von Zeremonien, aber es sollte emotional, stimmig und im Freien sein. Wir sind beide reformiert (evangelisch) und hätten wir einen tollen Pfarrer, eine tolle Pfarrerin gekannt, der oder die die Zeremonie in unserem Sinne durchgeführt hätte, hätten wir vielleicht sogar kirchlich geheiratet (nicht aber in der Kirche). Da wir aber unsere Konfession auch nicht wirklich leben und sie uns auch nicht so wichtig ist, haben wir uns auch anderweitig umgesehen. Viele der Angebote im Internet waren da durchaus abschreckend, aber zufällig sind wir auf Sabine gestossen und haben uns auf ein erstes Treffen eingelassen. Dieses führte letztlich dazu, dass die Trauung einfach genau so war, wie wir es uns erträumt hatten.

Worauf habt ihr insgesamt besonderen Wert gelegt?
Das Fest so zu planen, dass eine entspannte und natürliche Atmosphäre entsteht. Es ging uns darum, unsere Beziehung und das Glück das wir darin verspüren, mit unseren Nächsten und Liebsten zu teilen und zu feiern und vor ihnen aus tiefstem Herzen Ja zueinander zu sagen. Viel Musik, gute und vor allem eine entspannte Stimmung war wichtig. Eine Trauung unter freiem Himmel und ganz wichtig am Wasser, also mit Einbezug der Natur. Wir wollten eine gemütliche, romantische und natürliche Dekoration, auch passend zur Location. Das Thema Berry hat uns da viel Freiheit in der Farbgestaltung gegeben aber trotzdem eine einheitliche Stimmung ermöglicht.

Was habt ihr bei eurer Hochzeit alles selbst gemacht?
Die ganze Organisation und Hochzeitsplanung ansich. Den Blumenstrauss und den Haarkranz für Kristina, die gesamte Dekoration und die Einladungen. Als Gastgeschenke haben wir Marmelade selber gemacht, diese in kleine Gläschen abgefüllt, hübsch verpackt und als Tischkarten verwendet.

Welche Traditionen waren euch für eure Feier wichtig?
Die Nacht davor haben wir getrennt verbracht und Kristina wurde von ihrem Vater zur Trauung und Raphael geführt, der zusammen mit den Gästen auf Sie wartete. Wir wollten auch unbedingt Eheringe und haben diese zusammen mit der Goldschmiedin entworfen und uns diese während der Trauzeremonie gegenseitig angesteckt.

Was war euer schönster Moment während der Hochzeit?
Es gab so viele wunderbare Momente, der Tag hat von Anfang bis zum Schluss einfach gepasst und wir konnten ihn unglaublich geniessen. Highlights waren sicher der Einzug von Kristina, die Trauzeremonie mit Sabine, die Musik, der Regen während der Trauung, das gute Essen, die glücklichen Gäste, das Fotoshooting in der Wiese bei dem wir ein wenig Zweisamkeit hatten, der Brunch am morgen danach um das ganze Fest ausklingen zu lassen.

Was war der stressigste Moment am Tag der Hochzeit und im Vorfeld?
Für Kristina war es der Tag vor der Hochzeit an dem wir die ganze Scheune zusammen mit unseren Trauzeugen dekoriert haben und es trotz sehr guter Vorbereitung einfach viel länger gedauert hat als geplant. Für Raphael war es die Hochzeitsnacht, weil es im Hotel Aufregung um ein Baby gab, das erhöhte Temperatur hatte und Raphael Kristina fast eine Stunde im Hochzeitskleid alleine im Zimmer sitzen lassen musste.

Gab es eine Panne bei der Hochzeit?
Abgesehen von den oben beschriebenen Stressmomenten lief eigentlich alles wie am Schnürchen. Ok, abgesehen davon, dass Kristina (nicht durch Eigenverschulden:)) ca. 30 Minuten zu spät zur Trauung kam.

Habt ihr euch während des Tages auch Zeit für euch genommen?
Ja immer mal wieder zwischendurch – aber vor allem beim Fotoshooting hatten wir schön Zeit für uns. Das würden wir wieder so machen.

Was würdet ihr aktuellen und zukünftigen Brautpaaren für Tipps für ihre Hochzeitsplanung mit auf den Weg geben?
Plant und gestaltet das Fest nach euren Wünsche und Vorstellungen und nicht nach Erwartungen von Außen. Leistet euch Livemusik!! Sie trägt unglaublich viel zu einer guten Stimmung bei und die Pausen, die die Musiker brauchen, sind auch für die Gäste willkommene Pausen. Sucht euch einen guten Trauredner / eine gute Traurednerin. Wir können Sabine wärmstens empfehlen. Unterschätzt den Wert einer stimmungsvollen Zeremonie nicht!

Würdet ihr im Nachhinein etwas anders machen?
Nein, wir würden nochmals genau so heiraten wollen:))

Liebe Kristina & lieber Raphael, ich danke euch von Herzen für eure lieben Antworten und die Zeit, welche ihr euch genommen habt!

Die Trauung der Beiden hatte übrigens eine ganz besondere Überraschung für uns alle… schaut hier!



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